Drei…Vier!
Heute morgen “beglückte” uns Ronald aus Zwickau mit seinen Sangeskünsten. Wenn Sie mutig sind, können Sie hier nochmal reinhören und mitsingen:
Und hier noch die 3. und 4. Strophe für Könner:
Schneeflöckchen Weißröckchen, deckst die Blümelein zu,
dann schlafen sie sicher in himmlischer Ruh’.
Schneeflöckchen Weißröckchen, komm zu uns ins Tal.
Dann bau’n wir den Schneemann und werfen den Ball.
Grohmann Siggis Glühweinstand…
Dieter Kroschke aus Gallschütz hat mehr!
Mit 7619 Leuchtmitteln geht Dieter aus Gallschütz in Führung. Der Beweis ist etwas verschwommen, aber eindeutig: hier wird geleuchtet!
Auf den Plätzen folgen Brigitte und Christian Voigt aus Niederwürschnitz mit mindestens 4800 Lämpchen, Siegfried Zeller aus Bad Düben hat 3898 Lichter verbaut.
Zum Nachhören: Advent im Raum Döbeln - die wahre Geschichte
… eingeschickt von Bernd Ensminger aus Leipzig
(eventuelle Ähnlichkeiten zu ähnlichen Geschichten sind wahrscheinlich möglich)
Sonntag, 1. Advent 10.00 Uhr:
In der Reihenhaussiedlung Ebereschenweg lässt sich der Rentner Harry Werner durch seinen Enkel Norbert 3 Elektrokerzen auf der Fensterbank seines Wohnzimmers installieren. Vorweihnachtliche Stimmung breitet sich aus, die Freude ist groß.
10.14 Uhr:
Beim Entleeren des Mülleimers beobachtet Nachbar Willi Täschner die provokante Weihnachtsoffensive im Nebenhaus und kontert umgehend mit der Aufstellung des 10 armigen dänischen Kerzensets zu je 15 Watt im Küchenfenster. Stunden später erstrahlt die gesamte Siedlung Ebereschenweg im besinnlichen Glanz von 134 Fensterdekorationen.
19.03 Uhr:
Im 14 km entfernten Kohlekraftwerk Zschaitz-Ottewig registriert der wachhabende Ingenieur einen vermeintlichen Defekt der Strommessgeräte für den Bereich Döbeln-Ost, ist aber zunächst arglos.
20.17 Uhr:
Den Eheleuten Lukas gelingt der Anschluss einer Kettenschaltung von 96 Halogen-Filmleuchten durch sämtliche Bäume ihres Obstgartens ans Drehstromnetz. Teile der heimischen Vogelwelt beginnen verwirrt mit den Nestbau.
20.58 Uhr:
Der Radiomoderator Thomas Böttcher sieht sich genötigt, seinerseits einen Teil zur vorweihnachtlichen Stimmung beizutragen und montiert auf dem Flachdach seines Bungalows das Laser-Ensemble „Metropolis“, das zu den leistungsstärksten Europas zählt. Die 40-Meter-Fassade eines angrenzenden Getreidesilos hält dem Dauerfeuer der Nikolausprojektion mehrere Minuten stand, bevor sie mit einem hässlichen Geräusch zusammenbricht.
21.30 Uhr:
Im Trubel einer Advent-Club-Feier im Kohlekraftwerk Zschaitz-Ottewig verhallt das Alarmsignal aus Generatorhalle 5 ungehört.
21.50 Uhr:
Der 85jährige Kriegsveteran Opa Unger zaubert mit 190 Flakscheinwerfern des Typs Varta Volkssturm den Stern von Bethlehem an die tief hängende Wolkendecke.
22.12 Uhr:
Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute mit leichten Gepäck und sommerlicher Kleidung irrt verängstigt durch die Siedlung Ebereschenweg, nachdem zuvor ihre Boeing 747 der Singapur Airlines mit dem Ziel Sydney versehentlich auf der mit 3000 bunten Neonröhren gepflasterten Zufahrt zu Grohmann Siggis Getränkestützpunkt niedergegangen ist.
22.37 Uhr:
Die NASA-Raumsonde Voyager 7 funkt vom Rande der Milchstraße Bilder einer angeblichen Supernova auf der nördlichen Erdhalbkugel. Die Experten in Houston sind ratlos.
22:50 Uhr:
Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Kohlekraftwerkes Zschaitz-Ottewig, der gesamte Komplex mit seinen 30 Turbinen läuft mit 350 Megawatt brüllend jenseits der Belastungsgrenze.
23.06 Uhr:
In der taghell erleuchteten Siedlung Ebereschenweg erwacht die Studentin Bettina U. und freut sich irrtümlich über den sonnigen Dezembermorgen. Um genau 23.12 betätigt sie den Schalter ihrer Kaffeemaschine.
23.12 Uhr und 14 Sekunden:
In die plötzliche Dunkelheit des gesamten Landkreises Döbeln bricht die Explosion des Kohlekraftwerkes Zschaitz-Ottewig wie Donnerhall. Durch die stockfinsteren Ortschaften irren verwirrte Menschen. Menschen wie du und ich, denen eine Kerze auf dem Adventskranz nicht genug war.
(vgl. auch CD “Stenkelfeld Die Dritte”)









